Ensemblekurs Renaissancemusik

Ian Harrison

mit Ian Harrison

 

Die großartigen Bilder in Michael Praetorius’s 'Theatrum Instrumentorum' (1619) sind die lebhafteste Darstellung der Musik des frühen 17. Jhds. Sie zeigen eine wahrhaftige Wunderkammer von Instrumenten aller Größen und Formen, hoch und tief, laut und leise, ‚folk‘ und ‚kunst‘, gestrichen, gezupft, geblasen, geschlagen … weder zuvor noch danach gab einen solchen Reichtum an Klangfarben in der westlichen Musik - bis zum Revival der Alten Musik! Während unseres Kurses jährt sich Praetorius‘ Todestag (15.02.1621) zum 400. Male. Das ist Anlass genug, seine großartige Musik wiederaufleben zu lassen.

 

Dieser Kurs richtet sich an Spieler*innen von allen Instrumenten der Renaissance und des Frühbarocks. Spieler*innen von Borduninstrumenten (Dudelsack, Drehleier usw.) sind ebenfalls willkommen, sollen aber bitte auch ein zweites, nicht borduniges Instrument mitbringen. Diejenigen, die auch Freude am Gesang haben, werden hier besonders auf ihre Kosten kommen, aber Singen wird nicht Pflicht sein. Michael Praetorius war nicht nur ein neugieriger Sammler von Information über die Musik seiner Zeit, sondern auch einer der produktivsten, vielfältigsten und erfinderischsten Komponisten der Epoche. Von den Tanzsätzen in seiner ‚Terpsichore bis hin zu den mehrchörigen Werken in seiner ‚Musae Zioniae‘ sind in seinem Werk fast alle musikalischen Formen seiner Zeit vertreten. Aus gegebenen Gründen wird es dieses Jahr nicht möglich sein, seine groß besetzten Stücke zu musizieren, aber wir werden versuchen, bis zu 8-stimmig zu spielen. Und wenn es uns die Zeit erlaubt, werden wir das ein oder andere Stück von Josquin des Prez spielen, der vor 500 Jahren (1521) gestorben ist.

Wir werden die Information von Praetorius und anderen zeitgenössischen Musiklehrern benutzen, um diese Werke nach der Musiktradition der Zeit zu interpretieren, aber auch unsere eigene Kreativität einfließen lassen, um die Stücke mit unseren eigenen Verzierungen und Variationen ‚uns zu eigen‘ zu machen.

Bildtafel aus dem Syntagma Musicum, 1619

Ian Harrison spielt seit einigen Jahrzehnten an der Spitze der modernen Neuerfindung der Mittelalter- und Renaissanceschalmeien und -Dudelsäcke.

 

Der Instrumentalkurs ist offen für alle Spieler*innen von ‚Renaissance‘ und/oder ‚Barock‘ Instrumenten, sowie denjenigen, die in der traditionellen Musik gespielt werden.  Da vieles, aber nicht alles, was wir spielen bordunfähig ist, werden die Spieler*innen von Borduninstrumenten (Dudelsäcke, Drehleier usw.) ermutigt, auch ein alternatives Instrument mitzubringen. 

Bei der Anmeldung bitte unbedingt das oder die Instrument(e) angeben, die Sie mitbringen werden. Interessierte Spieler*innen von ‚modernen‘ Instrumenten sollen sich beim Kursleiter melden.

Tonhöhe ist a=440.

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